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Bruderschaft

Satzung



Stand 05/2014

S a t z u n g

der St. Johanni-Schützenbruderschaft Gangelt e.V.

Die Schützenbruderschaft nimmt als Gründung das Jahr 1631 an. Dieses Gründungsjahr hatte man
einer Stiftungsurkunde entnommen. Nach Aufzeichnungen des Gangelter Chronisten Kritzraedt ist die Entstehung der Schützenbruderschaft auch in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts anzunehmen.
Satzungstexte sind noch aus den Jahren 1897 und 1938 erhalten.


§ 1 Name und Sitz

Der Verein trägt den Namen "St. Johanni-Schützenbruderschaft Gangelt e.V." und ist unter diesem Namen beim Amtsgericht in Geilenkirchen im Vereinsregister eingetragen. Der Sitz des Vereins ist Gangelt.


§ 2 Wesen und Aufgaben

Die St. Johanni-Schützenbruderschaft Gangelt e.V. ist eine Vereinigung, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Köln e.V. bekennt. Sie ist Mitglied dieses Verbandes, dessen Statut für sie verbindlich ist.
Ihre Mitglieder nennen sich Schützenbrüder und Schützenschwestern. Sie bekennen sich zu den Grund-sätzen und Zielen des historischen deutschen Schützenwesens und stellen sich getreu dem Wahlspruch: "Für Glaube, Sitte, Heimat", folgende Aufgaben:

1. Bekenntnis des Glaubens

durch a) aktive religiöse Lebensführung,
b) Ausgleich sozialer und konfessioneller Spannungen im Geiste echter Bruderschaft
c) Werke Christlicher Nächstenliebe

2. Schutz der Sitte

durch a) eintreten für die christliche Sitte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben,
b) Gestaltung echter brüderlicher Geselligkeit,
c) Erziehung zu körperlicher und charakterlicher Selbstbeherrschung durch den Schießsport.

3. Liebe zur Heimat

durch a) Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewußtem Bürgersinn,
b) tätige Nachbarschaftshilfe,
c) Pflege der geschichtlichen Überlieferung und des althergebrachten Brauchtums vor allem des dem historischen Schützenwesen eigentümlichen Schießspiels und des Fahnenschwenkens.


§ 3 Gemeinnützigkeit

Die St. Johanni-Schützenbruderschaft Gangelt e.V., im folgenden kurz Schützenbruderschaft genannt, dient ausschließlich und unmittelbar christlichen, mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Steuerbegünstigter Zweck des Vereines ist gemäß §52 Absatz 2 Nummer 22 der Abgabenordnung die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden, die Mitglieder erhalten keine eigennützigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.


§ 4 Mitgliedschaft

1. Mitglieder können Personen werden, die das 6. Lebensjahr vollendet haben. Sie müssen unbe- scholten und bereit sein, sich zu dieser vorliegenden Satzung zu verpflichten.

2. Das Gesuch um Aufnahme ist an den Schützenmeister zu richten. Dieser legt es dem Vorstand zur Beschlussfassung vor. Vom Aufnahmebeschluss oder der Ablehnung des Antrages ist dem Antrag- steller als bald Kenntnis zu geben.

3. Mit der Aufnahme in die Schützenbruderschaft und durch die Annahme dieser Satzung verpflichten sich die Mitglieder zu christlicher Lebensführung. Über die christliche Lebensführung im Rahmen dieser Satzung entscheidet im Zweifelsfall der Vorstand im Einvernehmen mit dem Präses.

4. Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt, Tod oder Ausschluss. Das ausscheidende Mit- glied hat auf das Vermögen der Schützenbruderschaft keinen Anspruch. Auch ein Anspruch auf Auseinandersetzung steht ihm nicht zu. Der Beitrag ist für das laufende Geschäftsjahr spätestens beim Ausscheiden zu zahlen. Der Austritt ist gegenüber dem Schützenmeister zu erklären.

5. Ein Mitglied kann durch den Vorstand ausgeschlossen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann vor, wenn ein Mitglied durch sein Verhalten das An- sehen und die Interessen der Schützenbruderschaft schädigt oder seine Pflichten nach dieser Satzung gröblich verletzt oder mit dem Beitrag um mehr als ein Jahr im Rückstand bleibt.

Ein ausgeschlossenes Vorstandsmitglied scheidet mit der Rechtswirksamkeit der Ausschlussentschei-dung aus seinem Amt aus. Bis zur Rechtswirksamkeit ist es vom Amt suspendiert. Gegen die Entschei-dung des Vorstandes hat das ausgeschlossene Mitglied das Recht der Beschwerde an das Ehrengericht des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Die Entscheidung des Ehrengerichts ist endgültig.


§ 5 Pflichten und Rechte aus der Mitgliedschaft

Jedes Mitglied ist verpflichtet, den von der Mitgliederversammlung festgelegten Jahresbeitrag zu zahlen und sich an allen weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen der Schützenbruderschaft zu beteiligen. Die im persönlichen Besitz der Mitglieder befindlichen Gegenstande der Bruderschaft bleiben unveräußerli-ches Eigentum der Bruderschaft. Die Gegenstände sind von den Mitgliedern sorgfältig zu pflegen und vor Diebstahl, Missbrauch, Verlust oder Wertminderung zu schützen. Für fahrlässig oder vorsätzlich ver-schuldete Schaden an dem Vermögen der Bruderschaft haftet dasjenige Mitglied welches den Schaden verursacht oder verschuldet hat.
Ausscheidende Mitglieder haben unverzüglich nach dem Ausscheiden sämtliche Gegenstände der Bruderschaft in einem ordnungsmäßigen Zustand dem Vorstand zu übergeben.
Bei öffentlichen Veranstaltungen, welche unter dem Namen oder unter der Beteiligung der St. Johanni-Schützenbruderschaft Gangelt e.V. stattfinden, ist jedes Mitglied verpflichtet für die allgemeine Ordnung einzutreten und auf die Wahrung der guten Sitten zu achten.
Jedes Mitglied ab dem 18. Lebensjahr hat das Recht auf den Königsvogelschuss in Übereinstimmung mit dieser Satzung.


§ 6 Jungschützen

Jungen und Mädchen bis zum vollendeten 24. Lebensjahr werden in der Jungschützengruppe zusam-mengefasst, deren Rechte und Pflichten nach dieser Satzung und der Satzung des Bundes der Sebastianus-Schützenjugend (BDSJ) geregelt sind. Diese Regeln können in einer Jungschützensatzung zusammengefasst werden. Sie sind nach diesen Grundsätzen, insbesondere durch das gute Beispiel der Schützen zu erziehen.
Mit dem Beitritt zur St. Johanni-Schützenbruderschaft Gangelt e.V. werden die Jungen und Mädchen auto-matisch Mitglied der Jungschützengruppe.
Sie können beratend an den Mitgliederversammlungen der Bruderschaft teilnehmen. Stimmberechtigt sind sie ab dem 18. Lebensjahr.


§ 7 Ehrenmitglieder

Mitglieder, die sich um die Bruderschaft außergewöhnliche Verdienste erworben haben, können von der Mitgliederversammlung mit 2/3-Stimmenmehrheit zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Ehrenmitglieder haben volle Mitgliedsrechte, sind jedoch von den Mitgliedspflichten befreit.


§ 8 Organe der Schützenbruderschaft

Organe der Schützenbruderschaft sind:

1. die Mitgliederversammlung
2. der Vorstand
3. der Geschäftsführende Vorstand

Die Organe können sich eine Geschäftsordnung geben.


§ 9 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung besteht aus den Mitgliedern der Bruderschaft. Jährlich ist eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können bei Bedarf einberufen werden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn ein Viertel der Mitglieder unter Angabe der Gründe schriftlich dies beim Schützenmeister beantragt.
Die Mitgliederversammlung wird vom Schützenmeister, im Falle seiner Verhinderung von seinem Stellvertreter, einberufen und geleitet.
Zur Mitgliederversammlung ist mindestens eine Woche vorher schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einzuladen.
Jede ordnungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig. Abgestimmt wird durch Handzeichen. Auf Verlangen eines Mitgliedes ist schriftlich abzustimmen. Zur Annahme des Beschlusses ist die einfache Stimmenmehrheit erforderlich, soweit nicht diese Satzung anders bestimmt.


§ 10 Aufgaben der Mitgliederversammlung

1. Wahl des Vorstandes, des Geschäftsführenden Vorstandes und von Rechnungsprüfern

2. Beschlussfassung über die Jahresrechnung

3. Entgegennahme der Berichte von Vorstand und Rechnungsprüfern

4. Entlastung des Vorstandes nach Rechnungslegung

5. Festsetzung des Königsgeldes und der Mitgliederbeiträge

6. Ernennung von Ehrenmitgliedern

7. zeitgemäße Anpassung der Tradition der Schützenbruderschaft

8. Änderung der Satzung

9. Auflösung der Bruderschaft
Zur Änderung der Satzung und zur Auflösung der Schützenbruderschaft ist die Anwesenheit von 2/3 der Mitglieder und eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen erforderlich. Sind in der Mitgliederver-sammlung, die über Satzung, Änderungen oder die Auflösung entscheiden soll, nicht 2/3 der Mitglieder anwesend, so ist eine neue Mitgliederversammlung innerhalb eines Monats einzuberufen, die in jedem Fall beschlussfähig ist. Der Beschluss bedarf auch hier einer 3/4 Stimmenmehrheit.
Über die Beschlüsse ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Schützenmeister und Schriftführer zu unterzeichnen ist.


§ 11 Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus dem:

1. Geschäftsführenden Vorstand
2. Hauptmann
3. Schießmeister
4. Jungschützenmeister

Zum Vorstand gehören weiterhin als ordentliche Mitglieder der Pfarrer der Pfarre St. Nikolaus, Gangelt, als geistlicher Präses, der König des laufenden Jahres, die Offiziere und die Fähnriche.
Die unter 1. bis 4. genannten Mitglieder werden auf drei Jahre gewählt. Die Wahl dieser Vorstandsmit-glieder erfolgt jährlich in nachstehender Reihenfolge:

1. Schützenmeister, Schriftführer, stell v. Kassenwart
2. stellv. Schützenmeister, Schießmeister
3. Hauptmann, Kassenwart, Jungschützenmeister

Den Jungschützenmeister wählen sich die Jungschützen in dem betreffenden Jahr. Er ist lediglich durch die Mitgliederversammlung zu bestätigen. Bei Annahme dieser Satzung wird mit der Wahl zu 2. begonnen.
Bis zur Neuwahl bleibt der bisherige Vorstand im Amt. Bei vorzeitigem Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes erfolgt eine Ersatzwahl für den Rest der Amtszeit in der nächstfolgenden Mitgliedsversammlung.


§ 12 Aufgaben des Vorstandes

Aufgaben des Vorstandes sind:

1. Rechnungslegung über das abgelaufene Geschäftsjahr
2. Erstattung eines Tätigkeitsberichtes
3. Beschlussfassung über Aufnahmeanträge
4. Ausschluss eines Mitgliedes
5. Beschlussfassung über die Vorschläge für die Verleihung von Orden- und Ehrenzeichen
und der Ernennung von Ehrenmitglieder
6. Wahl der Delegierten für die Organe des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften und deren Untergliederungen
7. Beschlussfassung über alle Angelegenheiten der Schützenbruderschaft soweit sie nicht der Mitgliederversammlung lt. Satzung vorbehalten sind.

Der Vorstand ist berechtigt, generell oder im Einzelnen Aufgaben auf den geschäftsführenden Vorstand zu delegieren. Die Vorstandssitzungen werden vom Schützenmeister, im Falle seiner Verhinderung vom stellv. Schützenmeister, einberufen und geleitet. Die Einladung hat mindestens eine Woche vorher schriftlich zu erfolgen. Von dieser Einladungsform kann nur bei einem außergewöhnlichen Umstand abgewichen werden. Die Abweichung ist nachträglich durch Vorstandsbeschluss zu billigen bzw. es ist erneut ordnungsgemäß einzuladen. Beschlüsse des Vorstandes werden mit einfacher Mehrheit gefasst, über die Beschlüsse ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden und dem Protokollführer zu
unterzeichnen ist. Die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes und der Hauptmann erhalten eine Ausfertigung dieser Niederschrift.


§ 13 Geschäftsführender Vorstand

Der geschäftsführende Vorstand ist zugleich gesetzlicher Vorstand gem. § 26 BGB. Er besteht aus dem:

1. Schützenmeister
2. Stellv. Schützenmeister
3. Kassenwart
4. Stellv. Kassenwart
5. Schriftführer

Die Vorstandsmitglieder zu 1. und 2. sind gemeinsam oder einzeln mit einem Vorstandsmitglied zu 3., 4. oder 5. zur Vertretung der Schützenbruderschaft berechtigt.


§ 14 Aufgaben des Geschäftsführenden Vorstandes

Der geschäftsführende Vorstand führt die laufenden Geschäfte. Er erarbeitet die Tagesordnungspunkte für die Vorstandssitzungen und für die Mitgliederversammlung, er führt deren Beschlüsse aus. Er orga-nisiert die Veranstaltungen der Schützenbruderschaft. Er kann andere Personen zur Beratung und Unterstützung hinzuziehen.


§ 15 Aufgabenverteilung

Der Schützenmeister ist der Repräsentant der Bruderschaft. Er trägt bei allen offiziellen Veranstaltungen der Bruderschaft seine Insignien. Er beruft und leitet die Sitzungen des Vorstandes und die Mitgliederver-sammlungen.
Der stellvertretende Schützenmeister vertritt den Schützenmeister im Falle seiner Verhinderung.
Der Hauptmann leitet die Aufzüge der Bruderschaft in der Öffentlichkeit. Im Falle seiner Verhinderung bestimmt er oder der Schützenmeister den Vertreter.
Der Kassenwart ist für das Finanzwesen der Bruderschaft, verantwortlich. Er hat alle Einnahmen und Ausgaben nach kaufmännischen Grundsätzen aufzuzeichnen und die Belege zu verwahren. Er hat den Jahresabschluss zu erstellen und Rechnung zu legen. Er stellt die Zahlungsanweisungen aus, die vom Schützenmeister gegen zu zeichnen sind. Die Geldmittel sind bankmäßig anzulegen. Das Königssilber und sonstige bedeutende Sachwerte sind möglichst in einem Banksafe zu bewahren.
Der stellvertretende Kassenwart vertritt den Kassenwart im Falle seiner Verhinderung und unterstützt ihn bei seinen Aufgaben.
Dem Schriftführer obliegt das Schriftwesen der Bruderschaft. Er führt und verwahrt das gesamte Schrift-werk. Er fertigt die Protokolle über die Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen. Zumindest die Anträge und Beschlüsse sind in einer fortlaufend geführten Akte zu verwahren.
Der Schießmeister organisiert das Brauchtumsschießen und das sportliche Schießen der Bruderschaft und trägt hierfür die Verantwortung gegenüber der Bruderschaft und außenstehenden Personen.
Der Jungschützenmeister organisiert und führt die Jungschützen der Bruderschaft. Er vertritt deren Interessen im Vorstand und in der Mitgliederversammlung. Er trägt die Verantwortung für die Jungschützen.
Die Fähnriche sind für den Fahnenschmuck der Bruderschaft verantwortlich.Sie haben für die ordnungs-gemäße Aufbewahrung unnd Mitführung der Fahnen bei Umzügen zu sorgen.
Der Präses wahrt die geistigen, kirchlichen und kulturellen Aufgaben der Bruderschaft.





§ 16 Königswürde

Mit der Erlangung der Königswürde durch den Vogelschuss erklärt der neue König seine Bereitschaft zur Amtsübernahme für ein volles Jahr. Er verpflichtet sich, dieses Amt in der bestehenden Tradition auszuüben und hierzu den Anordnungen des Schützenmeisters und des Hauptmannes Folge zu leisten. Die mit der Königswürde verbundenen Kosten trägt der König. Von der Bruderschaft erhält er ein Königs-geld, das von der Mitgliederversammlung festgesetzt wird.
Der König trägt zu allen offiziellen Anlässen das Königssilber. Zu Beginn seiner Amtszeit führt er eine Silberplakette hinzu, die in das Eigentum der Schützenbruderschaft übergeht. Der König wählt seine Königin, bestimmt das Begleiterpaar und bestellt seine Ältesten.
Königin und Begleiterin sind mit der Amtsannahme während der ganzen Amtszeit Mitglied der Bruder-schaft.


§ 17 Kaiserwürde

Die Kaiserwürde kann erlangen, wer dreimal hintereinander den Königsvogel erringt, also unmittelbar zuvor zwei Jahre hintereinander König war. Der Kaiser bleibt so lange im Amt bis ein anderes Schützenmitglied die Kaiserwürde erringt. Er trägt bei allen offiziellen Anlässen die Kaiserplakette.


§ 18 Feste

Die historischen und kirchlichen Feste der Schützenbruderschaft sind:

1. Sebastianustag, mit Festamt für alle Lebenden und Verstorbenen der Schützenbruderschaft sowie anschließendem Frühstück
2. Teilnahme an den Dekanatsschützenfesten
3. Pfingstkirmes mit Huldigung
4. Fronleichnamsfest, an dem sich alle Mitglieder an der Prozession beteiligen und den Ehrendienst versehen, indem sie in Tracht nach altem Brauch das Allerheiligste begleiten.
5. Patronatstag "Zint Jan", mit Messe für die Lebenden und Verstorbenen der Schützenbruderschaft.
6. Königsvogelschuss


§ 19 Sonstige Veranstaltungen

1. Teilnahme beim jährlichen Einkehrtag des Dekanatsverbandes,
2. Beteiligung bei der Gefallenenehrung am Volkstrauertag,
3. Beteiligung bei sonstigen Anlässen innerhalb und außerhalb des Ortes.
Die Teilnahme beschließt generell oder im einzelnen der Vorstand.


§ 20 Begräbnisordnung

Beim Begräbnis eines Schützenbruders sollen möglichst alle Schützenschwestern und Schützenbrüder in Tracht teilnehmen. Die Bruderschaftsfahne ist beim Begräbnis mitzuführen.


§ 21 Schützenbrauchtum

Die Bruderschaft pflegt das in den historischen Bruderschaften seit Jahrhunderten geübte Schießspiel.
Das Königsvogelschießen wird von dem Schießmeister der Bruderschaft vorbereitet.
Durch Anschaffung von Schwenkfahnen soll das traditionelle Fahnenschwenken bei den Jungschützen gefördert werden.
Das "Königinmachen" wird am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt vom Vorstand vollzogen.
In der Woche vor dem Patronatsfest "Zint Jan" findet das traditionelle "Nue" statt.
§ 22 Sportschießen

Die Schützenbruderschaft hat eine vereinseigene Anlage auf dem Gelände der Hauptschule. Über alle Veranstaltungen auf dem Schießstand und im Vereinsheim entscheidet der Vorstand. Die Mitglieder sollen sich am sportlichen Schießen und an der jährlich stattfindenden Vereinsmeisterschaft der Schützenbruderschaft beteiligen. Die Teilnahme am sportlichen Schießen überörtlicher Schützenorgani-sationen ist wünschenswert. Das sportliche Schießen wird nach den Bestimmungen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften durchgeführt.


§ 23 Kunst und Kultur

Der Vorstand hat darüber zu wachen, dass die alten Besitztümer der Schützenbruderschaft, die Kunst-wert haben, sowie Urkunden und Protokollbücher sowie das Archiv auf das Sorgfältigste aufbewahrt werden. Bei Neuanschaffungen von Fahnen, Königssilber, Ehrenurkunden und dergleichen sind Fach-leute zu beauftragen.
An allen christlichen Kulturbestrebungen soll die Schützenbruderschaft sich nach Möglichkeit beteiligen.
Insbesondere will sie nach besten Kräften den übrigen Ortsvereinen ihre Unterstützung angedeihen lassen.


§ 24 Soziale Fürsorge

Die Schützenbruderschaft sorgt auch auf sozialem Gebiete für ihre Mitglieder, insbesondere durch eine ausreichende Haftpflicht- und Unfallversicherung.
Armen oder in Not geratenen Mitgliedern kann der Beitrag ganz oder zum Teil erlassen werden. Niemand darf von der Mitgliedschaft ausgeschlossen oder abgewiesen werden, weil er arm oder bedürftig ist.


§ 25 Auflösen der Bruderschaft

Im Falle der Auflösung, Aufhebung, oder bei Wegfall des steuerbegünstigten Zwecks der Bruderschaft, fällt das Vermögen an die Gemeinde Gangelt mit der Maßgabe, dass die Gemeinde Gangelt das Vermö-gen verwaltet und die Inventarien, z. B. Fahnen, Königssilber, Urkunden und Protokollbücher, aufbewah-ren soll. Vom Vermögen und Inventar ist ein Verzeichnis anzulegen, welches der Gemeinde Gangelt zu übergeben ist. Die Einkünfte aus dem Vermögen fallen an die Gemeinde Gangelt. Im Falle der Neugrün-dung einer Bruderschaft im Ort Gangelt mit gleicher Zielsetzung, muss die Gemeinde Gangelt das Ver-mögen und die Inventarien der neu gegründeten Bruderschaft übergeben, die es für satzungsmäßige Zwecke zu verwenden hat.


§ 26 Ehrengericht

Streitigkeiten zwischen Mitgliedern und der Bruderschaft bzw. zwischen Mitgliedern untereinander sollen vom Vorstand geschlichtet werden, falls dies nicht möglich ist, ist zur Entscheidung das Ehrengericht des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften zuständig, das für die Bruderschaft vom Vorstand, im übrigen von den Mitgliedern angerufen werden kann. Die Ehrengerichtsordnung des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ist Bestandteil dieser Satzung.


§ 27 Datenschutz

1. Mit dem Beitritt eines Mitglieds nimmt der Verein Daten zum Mitglied auf. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Angaben:
Name, Kontaktdaten, Familienstand, Beruf, Abteilung, Bankverbindung und weitere dem Vereins- zweck dienende Daten. Sonstige Informationen zu den Mitgliedern und Informationen über Nichtmit- glieder werden von dem Verein grundsätzlich nur verarbeitet oder genutzt, wenn sie zur Förderung des Vereinszweckes nützlich sind und keine Anhaltspunkte bestehen, dass die betroffene Person ein schutzwürdiges Interesse hat, das der Verarbeitung oder Nutzung entgegensteht.

2. Mit dem Beitritt erklärt das sich Mitglied einverstanden, dass die im Zusammenhang mit der Mit- gliedschaft benötigten personenbezogenen Daten unter Berücksichtigung der Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes BDSG bzw. der kirchlichen Datenschutzanordnung KDO per EDV für den Verein erhoben, verarbeitet und genutzt werden. Ohne dieses Einverständnis kann eine Mit- gliedschaft nicht begründet werden.

3. Die überlassenen personenbezogenen Daten dürfen ausschließlich für Vereinszwecke verwendet werden. Hierzu zählen insbesondere die Mitgliederverwaltung, die Durchführung des Sport- und Spielbetriebes, die üblichen Veröffentlichungen von Ergebnissen in der Presse, im Internet sowie die Aushänge am „schwarzen Brett“. Eine anderweitige Verarbeitung oder Nutzung (z.B. Übermitt- lung an Dritte) ist mit Ausnahme der erforderlichen Weitergabe von Angaben zur namentlichen Mitgliedermeldung an den Bund und zur Erlangung von Startberechtigungen an entsprechende Verbände nicht zulässig.

4. Als Mitglied des Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. ist der Verein verpflichtet, seine Mitglieder an den Verband zu melden. Übermittelt werden dabei Name, Vorname, Geburtsdatum, Eintrittdatum und Vereinsmitgliedsnummer (sonstige Daten); bei Mitgliedern mit besonderen Aufgaben (z.B. Vorstandsmitglieder) die vollständige Adresse mit Telefonnummer,
E-Mail-Adresse sowie der Bezeichnung ihrer Funktion im Verein. Die namentliche Mitgliedermel- dung erfolgt über ein internetgestütztes Programmsystem.

5. Das einzelne Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand Einwände gegen die Veröffentlichung seiner personenbezogenen Daten auf der Bruderschafts-Hompage erheben bzw. seine erteilte Ein- willigung in die Veröffentlichung widerrufen. Im Falle eines Einwandes bzw. Widerrufs unterbleiben weitere Veröffentlichungen zur seiner Person. Personenbezogene Daten des widerrufenden Mit- glieds werden von der Homepage des Vereins entfernt.


§ 28 Inkrafttreten

Diese Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung am 03.05.2014 beschlossen
und tritt mit Eintragung ins Vereinsregister in Kraft.
Alle vorangegangenen Satzungen verlieren damit ihre Gültigkeit.


 
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